Routinen Teil 1 – Der Morgen eines Neugeborenen

Hey du,

herzlich Willkommen zurück auf meinem Blog. Ich möchte heute eine Reihe beginnen – Routine mit Baby.

Was mein ich mit Routine? Ganz einfach: die meisten Babys lieben Routinen, also bestimmte Tagesabläufe die immer wiederkehrend sind. Einem Neugeborenen kannst du beispielsweise mit einer schönen Abendroutine helfen zu lernen, wann der Tag endet oder mit einer Morgenroutine wann der Tag startet.

Ich selbst hatte das oft gelesen: Routinen sind das A und O. Doch wie kann so eine Routine aussehen? Genau das möchte ich in dieser mehrteiligen Reihe erzählen. Das bedeutet nicht, dass du alles so machen musst wie ich. Vielmehr soll dich das auf Ideen bringen und dich dazu inspirieren selbst Routinen aufzubauen, die dir und deinem Baby passen.

Heute in Teil 1 möchte ich von unserem Morgen berichten. Naja vielmehr aus der Vergangenheit, als Elizabeth noch neugeboren war bis sie so circa drei Monate alt war.

Wenige Tage alt

Wenn ich ganz ehrlich bin waren die ersten Morgen echt ein Graus. Sie hat geschrien sobald Sie wach war; sie hatte Hunger. Das Problem an der Sache: Windel wechseln? Umziehen? Nada. Unter Gebrüll wurde dann die Windel ganz schnell gewechselt und es wurde gestillt.

Eine Woche alt

Als Elizabeth dann ungefähr eine Woche alt war und durch die Nachsorgebesuche meiner Hebamme schon das Ausziehen einigermaßen gewohnt war, konnte ich langsam anfangen Routine aufzubauen.

Nach dem Aufwachen wurde die Jalousie hochgefahren damit schön viel Tageslicht einfällt (war im Januar natürlich total hilfreich bei den grauen Wolken :D). Es wurde direkt gestillt. Am Anfang habe ich noch die Seiten beim Stillen gewechselt. Also nutzte ich die Pause nach einer Brust um die Kleine zu wickeln. Da sie etwas Gelbsucht hatte war dies praktisch, da sie durch das aus- und anziehen etwas geweckt wurde. Dennoch war sie nun ein wenig gesättigter und schrie mich nicht mehr an. Oder doch, aber nicht mehr so doll.

Beim ersten Wickeln am Morgen gab’s eigentlich nur eine frische Windel. Ich hab mich noch nicht getraut sie großartig umzuziehen. Ist am Anfang auch noch garnicht so nötig. Im Winter zumindest. Den Bauchnabel habe ich mit einem Antiseptikum gereinigt, wie meine Hebamme es mir gezeigt hatte.

Nach dem Wickelt wurde dann weitergestillt. Damit war die morgendliche Routine zu ende.

Einen Monat alt

Der erste Monat verflog und schon waren die Bedürfnisse gewachsen. Zwar wollte Elizabeth direkt nach dem Aufwachen sofort Essen, war beim Wickeln jedoch viel aufgeweckter und interessierter an ihrer Umgebung. Die Pause während des Wickelns war deutlich länger als mit einer Woche. Der Ablauf mit Stillen, Wickeln, Stillen blieb wie bisher, außer dass ich sie jetzt anfing morgens für den Tag anzuziehen.

Zwei Monate alt

Mit zwei Monaten wurde die Routine mehr aufgebaut: Nach dem Aufwachen kam die Jalousie hoch. Es wurde noch probiert einen Moment zu kuscheln. Entweder war der Hunger riesig, dann ging’s natürlich nicht. Oft hatte sie keinen großen Hunger, da sie bereits um fünf Uhr morgens schon ordentlich gegessen hatte. Apropos fünf Uhr: da startete unser Tag nicht. Ich habe bewusst die Tätigkeiten wie Umziehen und Jalousie hoch nicht gemacht. Bei einem Frühaufsteher-Baby wäre ich wahnsinnig geworden.

Nun versuchte ich Elli vor dem Stillen zu wickeln und umzuziehen, da ich ab jetzt nur noch eine Seite gestillt hatte, kam mir das sinnvoll rüber. Außerdem wurde sie zu einem Speibaby und da war es ohnehin besser vor dem Stillen zu wickeln, damit ich sie nicht so herum wirbel mit vollem Magen.

Ich habe ihr außerdem beim Wickeln vorsichtig mit einem Einmalwaschlappen das Gesicht und die Hände gereinigt um ihr so etwas Frische zu geben. Ich persönlich liebe es auch morgens etwas Wasser in mein Gesicht zu machen um aufzuwachen.

Drei Monate alt

Als Elli drei Monate alt geworden ist, versuchte ich die Routine einfach nur zu festigen. Die Kuscheleinheiten am Morgen wurden länger. Wir haben gesprochen (Aguuuuu) und Musik gehört. Ganz am Rande: Elli steht (wie auch schon in der Schwangerschaft) TOTAL auf Queen, Foreigner, Billy Talent und Lynyrd Skynyrd.

Wickeln mit etwas Streck-Übungen und dann gefuttert.

Gestreckt habe ich sie wie folgt: vorsichtig meine Finger in ihre Hände gedrückt, damit sie diese umklammert. Dann die Hände zu den Seiten auseinander gezogen, dann auf die Brust, nach Oben, nach Unten, über der Brust gekreuzt zunächst mit dem einen Arm oben und dann mit dem anderen. Bitte ganz vorsichtig und behutsam.

Und hier mal direkt mein Disclaimer: ich bin kein Profi, keine Hebamme. Ich teile mit euch MEINE Erfahrungen als Neu-Mama. Ich gehe mit meinen Erzählungen auf mein Baby ein, dass bis auf etwas Gelbsucht zu Beginn, komplett gesund ist und vollentwickelt auf die Welt kam. Die Streck-Übungen hat mir meine Schwiegermama gezeigt und ich fand sie klasse. Wenn die Kleine Probleme hatte beim großen Geschäft, habe ich ihr morgens die Füße massiert (Reflexzonenmassage) und über den unteren Rücken gestreichelt. Morgens deshalb, damit sie eventuelle Magen-Darm-Beschwerden über den Tag verteilt hat und nicht nachts. Tagsüber bin ich einfach ansprechbarer gewesen und mein Stresslevel lies sich besser kontrollieren.

Fazit

Den ersten Monat lang kann man so nicht unbedingt eine Routine am Morgen mit dem Baby einführen. Du kannst aber sehr wohl dein Baby langsam daran gewöhnen beispielsweise umgezogen zu werden. Ab ungefähr zwei Monaten kannst du schon etwas mehr machen. Wobei das alles von deinem Baby abhängig ist. Schau einfach wie dein Baby auf bestimmte Pflege durch dich reagiert.

Hast du so früh bereits versucht Routinen aufzubauen? Hat es dir und vor allem deinem Baby geholfen um besser in den Tag zu finden? Lass doch gerne ein Kommentar da!

Ich wünsche dir ein schönes letztes August-Wochenende, bleib gesund!

Alisa

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