Geburtsvorbereitungskurs

Hey ihr Lieben,

Ich hoffe euch gehts, trotz der Corona Pandemie, gut.

Heute habe ich einen neuen Blogbeitrag für euch zum Thema Geburtsvorbereitungskurs parat. Um genau zu sein wollte ich euch erzählen welchen Kurs ich belegt hatte, welche Themen wir im Kurs besprochen haben, wann man den Kurs belegen sollte und wie mein Mann und ich diesen Kurs fanden. Ganz so sehr werde ich hier auf die Inhalte nicht eingehen, da ich nun mal kein Profi bin und euch inhaltlich nichts falsches vermitteln möchte.

Bedenken muss man auch, dass vor allem für den Partner nicht alle Krankenkassen die Kosten übernehmen bzw. wenn sie diese übernehmen, dann nur anteilig.

Kursort

Wenn du die Möglichkeit hast dir einen Kursort für den Geburtsvorbereitungskurs auszusuchen (also die Auswahl vorhanden ist), solltest du eventuell den Ort nach deinem Wunsch-Entbindungsort auswählen. Gemeint ist: deine Wunsch-Klinik, das Geburtshaus in dem du entbinden möchtest oder bei deiner Hebamme, welche dich bei deiner Hausgeburt betreut.

Der Hintergrund hierfür ist einfach, dass die Hebamme, welche den Kurs leitet, die Klinik (u.a.) kennt und dir Tipps geben kann.

So haben mein Mann und ich einen Kurs im Waldfriede Krankenhaus in Berlin Zehlendorf belegt. Die Hebamme hat uns dann bspw. erzählt, dass man sich ruhig eine Playlist mit der Lieblingsmusik machen kann, da man im Kreißsaal zur Ablenkung und/ oder Entspannung die Musik hören darf. Oder das es eine Badewanne gibt, zwar nicht zur Entbindung, jedoch zur Entspannung. Außerdem hat man so die Gelegenheit den möglichen Entbindungsort kennen zu lernen. Verstehe bitte das „mögliche“ in meiner Aussage nicht falsch, ABER: es kann immer etwas passieren. Auch wenn du eine Hausgeburt wünschst und planst, kann es sein, dass Komplikationen auftreten und deine Hebamme den Krankenwagen ruft.

Was kann denn alles so Thema sein im Geburtsvorbereitungskurs?

Das ist wohl die Frage aller Fragen. Natürlich beließt man sich im Vorfeld viel. Heutzutage ist schließlich das Internet von Informationen überfüllt.

Beckenboden

Für uns Frauen ein sehr wichtiges Organ: der Beckenboden. Mit dem wirst du dich nach der Entbindung noch sehr lange beschäftigen. Deshalb hat die Hebamme im Geburtsvorbereitungskurs Übungen mit uns auf bspw. einen Gymnastikball gemacht, damit wir mal richtig unseren Beckenboden kennenlernen.

Wann geht die Geburt los

Dazu gab es Fragen noch bevor wir beim Thema angekommen sind… wann weiß man, dass es wirklich los geht und wann wird man eventuell doch noch mal nach Hause geschickt? Wann sollte man von zuhause aus direkt den Krankenwagen rufen und wann lässt man sich fahren? Wer fährt einen, wenn man keinen Partner oder kein Auto hat?

Gebärmutter und Baby

Auch sehr interessant war mal bildlich gezeigt zu bekommen, was die Gebärmutter unter Wehen tatsächlich macht und wie sich das Baby dabei fühlt. In gutem Deutsch: es fühlt sich sche#ße. Es wird durch die Wehen immer wieder komplett eingeengt und ist daher nach der Entbindung ganz fertig vom ganzen Stress. Die Gebärmutter fängt von oben an sich immer mehr zusammen zu ziehen, um das Baby raus zu drücken.

Gebärpositionen

Für uns Frauen auch recht interessant: in welchen Positionen man das Kind bekommen kann. Denn man muss nicht nur „klassisch“ auf dem Stuhl entbinden. Abhängig von der persönlichen Situation kann auch bspw. im stehen entbunden werden. Das bringt vor allem dann Vorteile, wenn die Geburt nicht voran streitet, da so die Schwerkraft etwas helfen kann. Außerdem werden die Hemmungen etwas gesenkt.

Geburt im Krankenhaus

Besprochen wurde dann auch die spontane (also natürliche) Geburt im Krankenhaus, die PDA, Lachgas (bietet nicht jede Klinik an) und wann ein Notkaiserschnitt gemacht werden muss.

Was passiert nach der Geburt des Babys?

Nach der Geburt des Babys kommt bspw. noch die Plazenta. Ist diese nicht komplett draußen, kann mit verschiedenen Methoden nachgeholfen werden (u.A. muss eventuellder leitende Gynäkologe mit dem Arm rein und die Reste per Hand rausholen). Möglicherweise musst du auch genäht werden.

Es kommt ein Kinderarzt der das Baby untersucht und die U1 durchführt. Es wird ein U-Heft für dein Baby angelegt, dass du bei der Entlassung aus der Klinik mitnehmen musst. Das und noch vieles mehr kannst du ebenfalls aus dem Geburtsvorbereitungskurs mitnehmen.

Geburtsverletzungen

Wir hatten im Kurs besprochen, welche Geburtsverletzungen möglich sind und wie man diese eventuell vorbeugen kann. Beispiel hier wäre die Dammmassage vor der Geburt um den Dammriss vorzubeugen.

Babypflege in den ersten Tagen

Für viele im Kurs ganz wichtig: was macht man eigentlich mit so einem winzigen Baby in den ersten Tagen. Ist wirklich noch ein Stück vom Bauchnabel dran? Wann fällt er ab? Wer kümmert sich darum?

Kurze Einführung ins Wochenbett

Tatsächlich haben wir ebenfalls das Wochenbett angesprochen, jedoch nur kurz. Da hätte ich mir persönlich mehr Informationen gewünscht als „dauert ungefähr 6 Wochen“.

Wie kann einen der Partner unterstützen?

Das war bei uns tatsächlich auch großes Thema. Wir haben verschiedene Positionen (die man während der Wehen so einnehmen kann) ausprobiert und unser Partner durfte dann massieren. Dabei ist die Hebamme auf bestimme Stellen eingegangen und hat uns gezeigt, wo es unter Wehen am entspanntesten wirkt. Außerdem hat sie den Männern eingetrichtert, dass sie uns unterstützen müssen, auch wenn wir sie unter Wehen anbrüllen.

Wann sollte man einen Geburtsvorbereitungskurs belegen?

Eine Richtlinie dazu gibt es nicht. Diverse Organisationen und Gynäkologen empfehlen es den Geburtsvorbereitungskurs spätestens zur 34. bzw. 36. Schwangerschaftswoche zu belegen. Grund dafür ist, dass in der Medizin grundsätzlich davon ausgegangen wird, dass das Baby sechs Wochen vor bis zwei Wochen nach dem errechneten Geburtstermin zur Welt kommen kann.

Meiner Meinung nach ist alles ab der 25. Schwangerschaftswoche sinnvoll. Davor kann man natürlich auch einen Kurs belegen, wenn man es möchte. Dann muss man jedoch für sich selbst abwägen, wie viel eigentlich bis zur Geburt wirklich hängen bleibt.

Übrigens lasst euch bitte von niemandem einreden, wann ein Kurs zu früh oder zu spät für euch beginnt. Als ich im Krankenhaus anrief um uns für einen bestimmten Kurs anzumelden (der Tag war uns wichtig), meinte sie das geht nicht, ich müsste in den Kurs der zwei Wochen (!) später beginnt, da es ja viel zu früh sei. Der Tag hat aber null gepasst und diese zwei Wochen… waren nicht ihr ernst. Ob ich nun in der 28. Woche in den Kurs starte oder 30. macht nun wirklich kaum was aus. Ich habe also eine Email geschrieben und nochmals angefragt. Bin auf jemanden gestoßen der mir seine Meinung nicht aufzwingen wollte und kam in meinen Wunsch-Kurs. Also liebe Mädels, es geht nach eurem Wunsch: es gibt keine Vorschriften dafür.

Wie mein Mann den Geburtsvorbereitungskurs fand

Mal vorab: es war bei uns ein Wochenend-Kurs in meiner Wunsch-Entbindungsklinik. Es gab drei Termine die drei Stunden lang gingen.

Ich hoffe nun meinen Mann richtig wiederzugeben: vieles an Informationen war für ihn unnötig und das Geld nicht wert. Die Männer brauchen/ wollen nun mal nicht dieses viele Hintergrund wissen. Außerdem hatte er schon einiges im Vorfeld online gelesen.

Meine Meinung zum Geburtsvorbereitungskurs

Ich persönlich fand den Kurs sehr wertvoll und interessant. Jedoch muss ich meinen Mann zustimmen: er hätte wirklich nicht an allen Terminen teilnehmen müssen. Zwei Termine nur für die Frauen und einer mit den Partnern zusammen wäre auch toll gewesen.

Tatsächlich gibt es Geburtsvorbereitungskurse die von unabhängigen Hebammen angeboten werden, welche bspw. eben so eine Aufteilung, wie von mir beschrieben, haben. Oder aber es gibt Kurse für Mehrgebärende. Die Vielfalt ist groß und die Kosten umso unterschiedlicher. Leider konnte ich wirklich NICHTS von den gelernten Positionen oder Entspannungsübungen ausprobieren, da bei mir plötzlich alles auf einmal los ging und ich in zwei Stunden meine Kleine bekommen hab (hier findest du meinen Geburtsbericht). Tatsächlich wusste ich aufgrund der Informationen aus dem Kurs, dass es jetzt so richtig los geht und nicht mehr sehr lange dauern wird.

Die Hebamme fand ich übrigens so toll, dass sie zu meiner Nachsorgehebamme wurde. Fast wäre ich ohne ausgegangen.

Wie war es bei dir? Hast du einen Gebursvorbereitungskurs besucht bzw. möchtest du einen Kurs besuchen?

Ich wünsche euch eine sonnige Woche

Alisa

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